Nerz in allen Variationen

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Das Team um Modedesigner und Kürschnermeister Torsten von Schachtmeyer bietet Ihnen eine große Nerz-Auswahl: aktuelle Formen, Farben und Qualitäten wie Blackglama, American Legend, Saga, Kopenhagen Fur usw. (zur Vergrößerung der Fotos bitte auf die Vorschaubilder klicken).





Beim Modellwettbewerb des Kürschnerhandwerks mit Goldmedaillen ausgezeichnete "von Schachtmeyer-Designer-Modelle", bewährte klassische Nerz-Mäntel und -Jacken in aktuellen Formen und Farben in allen Größen, Maßanfertigungen und Sonstiges rund um den Nerz.

Als Nerz wird heute der Nachkomme des amerikanischen Minks gehandelt, die Nachkommen des europäischen Nerzes sind durch die Bundesartenschutzverordnung streng geschützt. In Deutschland gehandelte Wildnerze kommen in der Regel weiterhin aus Nordamerika, obwohl der Mink, auch in Europa, insbesondere in Osteuropa, eingebürgert wurde.

Die Nerzzucht begann vor über 100 Jahren in Nordamerika und hatte 1920 bereits ein beträchtliches Ausmaß erreicht. Um diese Zeit wurden auch die ersten Farmtiere nach Europa verkauft. Durch die Zucht sind die Nerze im Laufe des letzten Jahrhunderts domestiziert worden und mit ihren wildlebenden Artgenossen in Aussehen und Verhalten nicht mehr vergleichbar.

Die hauptsächlich gehandelten Naturfarben sind derzeit:

  • Black, Dark - die Weiterzucht des naturbraunen Nerzes (Standard Nerz) - hin zu fast schwarz
  • Mahagony - dunkelbraun (zwischen Demibuff und Dark)
  • Demibuff - mittelbraun (zwischen Pastell und Standard)
  • Pastell - hellbraun
  • Pearl - beige
  • Jasmin - weiß
  • Blackcross, Kohinoor - weiß mit schwarzer Fellmitte
  • Weitere Mutationsfarben sind u.a. Silverblue (braungrau), Saphir (zartblau), Violet (zartviolett).

Neben diversen weiteren Farbnuancen gibt es teilweise abweichende Farbbezeichnungen der einzelnen Züchterverbände.

  • Females nennt man die weiblichen Nerze. Die Felle sind kleiner, leichter und kurzhaariger als die etwa ein Drittel größeren Males (männliche Nerze).
  • Als Samtnerz wird der gerupfte oder geschorene Nerz bezeichnet. Die häufigste Samtveredlung ist das Rupfen, hierbei wird das Grannenhaar aus den Haarwurzeln entfernt.
  • Amerikanische Züchter waren die ersten, die einen besonders kurzgrannigen schwarzbraunen Nerztyp züchteten ("Blackglama", "American Legend", "Canada Majestic"). Von den skandinavischen Züchtern werden kurzgrannige Nerze unter der Bezeichnung "Velvet" angeboten. Gute kurzgrannige Ware ist z.Zt. sehr gefragt. Kurzgrannige Nerzfelle lassen sich nicht gut rupfen.

Organisationen der Nerzzüchter und deren Markennamen:

  • KOPENHAGEN FUR KOPENHAGEN PURPLE, KOPENHAGEN PLATINUM, KOPENHAGEN BURGUNDY, KOPENHAGEN IVORY
  • SAGA SAGA SELECTED (Helsinki) Felle aus Scandinavien und ehem.Ostblock (z.B.Baltische Staaten Lettland, Litauen, Estland, Polen (auch Füchse) usw.)
  • Oslo Fur Auktions (Silberfüchse)
  • BLACKGLAMA und AMERICAN LEGEND (Seattle)
  • NAFA, North American Fur Association (Hauptsitz Toronto), Nafa Gold, Nafa Silber, auch Wildware
  • Fur Harvesters (North Bay, Canada) Wildware
  • CANADA MAJESTIC
  • NORKA (Russland)

Der Verkauf der Nerzfelle erfolgt hauptsächlich auf Auktionen. Hier werden die Felle nach Größen und Qualitäten sortiert und in Bündeln (lots) vereint zum Höchstpreis versteigert.

Die skandinavischen Länder produzierten 2007 18.450.000 Felle. Das Weltangebot an Farmnerzfellen betrug 2007 57.590.000 Felle (Quelle: Oslo Fur Auctions).

Nerz wird für alle denkbare Pelzbekleidung, naturell oder gefärbt, als Pelzdecken, im Schmuckbereich etc. verwendet. Die abfallenden Reste (Köpfe, Pfoten, Schweife, Thiliki, Nourkulemi werden ausnahmslos verwendet, meist zu Tafeln zusammengesetzt und ebenfalls in fast allen Bereichen eingesetzt.
 

Heute wird Bekleidung aus Nerz in 2 verschiedenen Oberflächen-Varianten angeboten:

  1. Die "haarige" Variante: Hier wird das Nerzfell in seiner naturgewachsenen Struktur verarbeitet. Der haarige Charakter wird geprägt durch das Deckhaar (die "Grannen"), das die darunter liegenden   Wollhaare (die "Unterwolle") weitgehend verdeckt.
  2. Die "samtige" Variante: Hier werden die Deckhaare durch Scheren oder besser durch Rupfen entfernt. Es entsteht eine samtartige Oberfläche, daher der neue Begriff "Samtnerz". Samtnerzfelle sind im Aussehen samtig und dazu etwa 35 % leichter als das ursprüngliche Nerzfell.

Samtnerz
Samtnerz – geradezu ein Zauberwort – ist Luxus für die Sinne. Wer mit der Hand darübergestrichen hat weiß wovon die Rede ist. Das freigelegte Unterhaar (die Unterwolle) der Nerzfelle – der schönste, dichteste Samt der Welt.

Entgrannen
Daß die Deckhaare (Grannenhaare) bei der Veredlung entfernt werden ist nicht neu. Schon in den dreißiger Jahren wurden Nutriafelle so behandelt. Man nennt diesen Arbeitsprozess Rupfen oder Entgrannen. Das macht das Gewicht der Felle erheblich leichter und ist auch der Grund, warum man Anfang der achtziger Jahre begann, auch so wertvolle Felle wie Nerz zu entgrannen. Damals änderte sich die Mode. Bekleidung wurde voluminös, üppig und plötzlich war da die Frage des Gewichts. Ein Nerzmantel, um bei diesem Beispiel zu bleiben, wird aber durch Entgrannen nicht nur leichter, sondern ist auch weniger wärmend. Und das ist ein zusätzlicher Vorteil, da der Samtnerz auch bei milderen Wintertemperaturen mehrere Monate lang getragen werden kann. Die Haltbarkeit ist bei Samtnerz nahezu die gleiche wie bei Grannennerz.

Beliebt sind auch Samtnutria und Samtwiesel.

Nach einigen Jahren des Tragens empfiehlt es sich, vom Kürschner eine Haarreinigung vornehmen zu lassen mit anschließendem Finish und maschinellem Aufbügeln des Haares.

Geschoren werden Felle aus den gleichen Gründen wie beschrieben. Je tiefer das Haar abgeschoren wird, desto leichter ist anschließend das Bekleidungsmaterial. Unterschieden wird zwischen Hochschur (Haarlänge 10-15 mm) und Tiefschur (5-10 mm) je nach Fellart. Das geschorene Deckhaar (die Grannen) verbleiben im Fell.

Tiefgeschorenes schmeichelt auch so mancher stärkeren Figur. Daher werden heute Nerzpfoten, Nerz-Thiliki, Nerzwammen, die in sog. Bodys (das sind Tafeln von etwa 120x160 cm) auf den Markt kommen, fast immer geschoren. Das Gleiche gilt für Bisamwamme (Bauch), Bisamrücken und Wiesel.

Getragene Pelze
können im Zuge einer Umgestaltung durch die Schermaschine gelassen werden und sind als Schlankmacher und Leichtgewichte anschließend nicht wiederzuerkennen.
Oder sie werden als Innenleben in einen Stoffmantel eingearbeitet.

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