Höchste Auszeichnung:
Großer Swakara Modepreis 2009
für Pelz - Mode - Design von Schachtmeyer, Bad Oldesloe
München, 11. September 2009
Anläßlich der Herbsttagung des deutschen Kürschnerhandwerks in
Fürstenfeldbruck wurde dem Bad Oldesloer Pelzdesigner von Schachtmeyer
der Große Swakara Modepreis 2009 von einem Repräsentanten der
Swakara-Karakul- Züchter von Namibia überreicht. Das für herausragendes
kreatives Modedesign ausgezeichnete Modell ist ein Kurzmantel aus
schwarzem Swakara mit dekorativem Silberfuchskragen.
Das
Kürschnerhandwerk in Deutschland, Österreich und der Schweiz war in
diesem Jahr abermals aufgerufen, seine Kreativität in einem
Designwettbewerb zu beweisen. Die innovativsten Arbeiten belohnt der
Karakul Board of Namibia, die Vertretung der Züchter, mit dem Großen
Modepreis in Swakara 2009. Für weitere herausragende Entwürfe gibt es
Urkunden.
Der Swakara Persianer erlebt seit einigen Jahren ein
großes Comeback. Namhafte Designer und Modelabels haben das leichte,
flachgelockte Fell der Karakullämmer für ihre Creationen entdeckt.
Namen wie Prada, Gucci, Cavalli und Donna Karan lenken die
Aufmerksamkeit auf dieses so besondere Fellmaterial aus dem
südwestlichen Afrika. Die Nachfrage nach den nur in begrenzter Zahl
verfügbaren edlen Pelzfelle ist sprunghaft gestiegen - und damit die
Preise.
Namibia feierte 2007 das hundertjährige Bestehen der
Zucht von Karakullämmern im südwestlichen Afrika. 1907 ließ der
deutsche Unternehmer Paul Thorer einige Böcke und Muttertiere dieser
aus Zentralasien stammenden Schafrasse einführen. Schon nach kurzer
Zeit zeigte sich, dass die Tiere mit den harschen Lebensbedingungen am
Rand der Namibwüste gut zurechtkamen und gediehen. Allerdings braucht
ein einzelnes Schaf in den extrem trockenen Gebieten im Süden Namibias
etwa vier Hektar Weidefläche! Durch Zucht und Selektion entstand
Schritt für Schritt eine spezielle flache, breitschwanzartige
Fellstruktur, die sich heute von dem Haarbild der asiatischen
Karakulschafe deutlich unterscheidet.
In Namibia bringt das Karakulschaf ein Nutzungspotential mit, das von keinem
anderen
Haustier erreicht wird: verwendet werden Fleisch, Wolle und Lammfelle.
Für die junge Demokratie Namibia ist die Karakulzucht heute ein
bedeutender Wirtschaftsfaktor und Swakara® ist ein wichtiges Exportgut.