
Das Team um Modedesigner und Kürschnermeister Torsten von Schachtmeyer bietet Ihnen eine große Nerz-Auswahl: aktuelle Formen, Farben und Qualitäten wie Blackglama, American Legend, Saga, Kopenhagen Fur usw. Selbstverständlich fertigen wir Ihnen Ihren Wunsch-Nerzmantel oder Ihre Wunsch-Nerzjacke auch gerne in unserem MEISTERATELIER nach Maß an. Besuchen Sie uns und probieren Sie die neuen Modelle selbst an. Wir beraten Sie gern unverbindlich. Wir freuen uns auf einen Termin mit Ihnen!
Bild rechts: Kaschmir-Nerz-Jacke rostbraun gefärbt, feinste Nerzqualität Label „Kopenhagen Fur“. Legere X-Linie mit Taillenzug und Kurz- über Langärmeln. Ausgezeichnet mit einer Goldmedaille für trendsetzende Gestaltung.
Als Nerz wird heute der Nachkomme des amerikanischen Minks gehandelt, die Nachkommen des europäischen Nerzes sind durch die Bundesartenschutzverordnung streng geschützt. In Deutschland gehandelte Wildnerze kommen in der Regel weiterhin aus Nordamerika, obwohl der Mink, auch in Europa, insbesondere in Osteuropa, eingebürgert wurde.
Die Nerzzucht begann vor über 100 Jahren in Nordamerika und hatte 1920 bereits ein beträchtliches Ausmaß erreicht. Um diese Zeit wurden auch die ersten Farmtiere nach Europa verkauft. Durch die Zucht sind die Nerze im Laufe des letzten Jahrhunderts domestiziert worden und mit ihren wildlebenden Artgenossen in Aussehen und Verhalten nicht mehr vergleichbar.

Die hauptsächlich gehandelten Naturfarben sind derzeit:
Weitere Informationen über Nerz:
Organisationen der Nerzzüchter und deren Markennamen:
Der Verkauf der Nerzfelle erfolgt hauptsächlich auf Auktionen. Hier werden die Felle nach Größen und Qualitäten sortiert und in Bündeln (lots) vereint zum Höchstpreis versteigert.
Die skandinavischen Länder produzierten 2007 18.450.000 Felle. Das Weltangebot an Farmnerzfellen betrug 2007 57.590.000 Felle (Quelle: Oslo Fur Auctions).
Nerz wird für alle denkbare Pelzbekleidung, naturell oder gefärbt, als Pelzdecken, im Schmuckbereich etc. verwendet. Die abfallenden Reste (Köpfe, Pfoten, Schweife, Thiliki, Nourkulemi werden ausnahmslos verwendet, meist zu Tafeln zusammengesetzt und ebenfalls in fast allen Bereichen eingesetzt.
Heute wird Bekleidung aus Nerz in zwei verschiedenen Oberflächen-Varianten angeboten:
Samtnerz
Samtnerz – geradezu ein Zauberwort – ist Luxus für die Sinne. Wer mit der Hand darübergestrichen hat weiß wovon die Rede ist. Das freigelegte Unterhaar (die Unterwolle) der Nerzfelle – der schönste, dichteste Samt der Welt. Beliebt sind auch Samtnutria und Samtwiesel.
Entgrannen
Daß die Deckhaare (Grannenhaare) bei der Veredlung entfernt werden ist nicht neu. Schon in den dreißiger Jahren wurden Nutriafelle so behandelt. Man nennt diesen Arbeitsprozess Rupfen oder Entgrannen. Das macht das Gewicht der Felle erheblich leichter und ist auch der Grund, warum man Anfang der achtziger Jahre begann, auch so wertvolle Felle wie Nerz zu entgrannen. Damals änderte sich die Mode. Bekleidung wurde voluminös, üppig und plötzlich war da die Frage des Gewichts. Ein Nerzmantel, um bei diesem Beispiel zu bleiben, wird aber durch Entgrannen nicht nur leichter, sondern ist auch weniger wärmend. Und das ist ein zusätzlicher Vorteil, da der Samtnerz auch bei milderen Wintertemperaturen mehrere Monate lang getragen werden kann. Die Haltbarkeit ist bei Samtnerz nahezu die gleiche wie bei Grannennerz.
Geschoren
werden Felle aus den gleichen Gründen wie beschrieben. Je tiefer das Haar abgeschoren wird, desto leichter ist anschließend das Bekleidungsmaterial. Unterschieden wird zwischen Hochschur (Haarlänge 10-15 mm) und Tiefschur (5-10 mm) je nach Fellart. Das geschorene Deckhaar (die Grannen) verbleiben im Fell.
Tiefgeschorenes
schmeichelt auch so mancher stärkeren Figur. Daher werden heute Nerzpfoten, Nerz-Thiliki, Nerzwammen, die in sog. Bodys (das sind Tafeln von etwa 120x160 cm) auf den Markt kommen, fast immer geschoren. Das Gleiche gilt für Bisamwamme (Bauch), Bisamrücken und Wiesel.
Haarreinigung
Nach einigen Jahren des Tragens empfiehlt es sich, vom Kürschner eine Haarreinigung vornehmen zu lassen mit anschließendem Finish und maschinellem Aufbügeln des Haares.
Getragene Pelze
können im Zuge einer Umgestaltung durch die Schermaschine gelassen werden und sind als Schlankmacher und Leichtgewichte anschließend nicht wiederzuerkennen. Oder sie werden als Innenleben in einen Stoffmantel eingearbeitet.